Tee: Die richtige Mischung machts

Mit den ersten kalten Tagen im Herbst kommt bei mir automatisch das Bedürfnis nach Ruhe, einer Decke beim Kuscheln auf der Couch und einem heißen Kräutertee. Gut ist, dass ich im Laufe des Jahres sehr viele feine Kräuter geerntet und getrocknet habe. Jetzt ist der perfekte Zeitpunkt alles auf den Tisch zu legen und daraus den Lieblingstee der Saison zu kreieren.

Der Vorrat ist reichlich, eine leichte Überforderung macht sich breit, weil einfach alles was man hat zusammenzuschmeißen und in das Tee-Ei zu stopfen ist keine Lösung. Wie mischt man denn einen Tee der tatsächlich gut ist und geschmacklich nicht überfordert? Hier ein paar Tipps:

  • Los geht’s mit dem Füllmaterial: Himbeerblätter, Brombeerblätter, Erdbeerblätter werden von den harten Stielen befreit und grob gerebelt.
  • Als nächstes kommt der Geschmack in die Mischung: Zitronenmelisse, Minzen, Verbenen und Co werden ebenfalls grob gerebelt. Meine Empfehlung ist es, nicht alles zusammenzuschmeißen. 1-3 Minzen, je nach Geschmacksintensität sollten es sein, da mehr für die totale Verwirrung auf unserem Gaumen sorgt.
  • Bei den Minzen ist immer darauf zu achten, dass man sehr intensiven (zB Pfefferminze) wirklich eine Alleinstellung gibt, weil alles was man sonst noch dazumischen würde, schmeckt ohnehin keiner mehr heraus.
  • Zarter schmeckende Kräuter, wie Lavendel, Kamille oder Salbei passen gut als Ergänzung zu weniger geschmacksintensiven Minzen.
  • Samen wie Fenchel oder Kümmel verleihen der Teemischung eine interessante Note.
  • Wirkliche Heilpflanzen (Kamille, Salbei, Thymian,…) bitte sparsam einsetzen, diese Kräuter sind nicht dafür gedacht, jeden Tag konsumiert zu werden. Ich mache es so, dass ich in einer Zeit, in der alle empfänglich für Halskratzen sind schon mal Salbei und Thymian in den Tee schummle, ansonsten bleiben diese Heilkräuter aber im Schrank und werden nur bei tatsächlichem Bedarf als Tee getrunken.
  • Besonders Kinder lieben es, wenn der Tee auch eine fruchtige Note hat. Deshalb gebe ich immer getrocknete Apfelschale in den Familientee.
  • Ganz zum Schluss kommen die Schmuckdrogen zum Einsatz. Goldmelisse, Malve, Ringelblumenblüten, Kornblumen, Speisechrysantheme und viele weiter schöne Blüten verleihen unserer Mischung den letzten Schliff. Bei mir hat jeder Tee eine andere Farbe. Der Abendtee ist blau, der Frühstückstee ist rot und der Tee, der den ganzen Tag über getrunken werden kann ist gelb/orange. Dadurch ist es ganz einfach den Überblick zu behalten.
  • Ist die Mischung dann fertig, wird diese in ein hübsches Glas abgefüllt und beschriftet.
  • Dann ab damit an einen kühlen, dunklen und trockenen Ort.
  • Bei mir werden auch immer ein paar Gläschen besonders dekoriert und als selbstgemachtes Mitbringsel zum nächsten Teekränzchen mitgenommen.

Meine persönliche Lieblingsmischung besteht aus Beerenblättern, Zitronenmelisse, Ananasminze und Goldmelisse. Das ist geschmacklich angenehm ruhig und schmeckt der ganzen Familie.

Eure Barbara

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