Familienleben: Nachhaltig oder doch vegan?

Mit Fleisch, ohne Fleisch, vegetarisch oder vegan, ohne Plastik, ohne Verpackung, Zero Waste, Foodsharing-Anhänger, Regional, Nachhaltig, Biologisch … Viele Möglichkeiten werden geboten, um sich einen stammtischtauglichen Lebensstil anzueignen. Viele leben von der Ernährung bis zur Mode komplett vegan oder biologisch. Eines ist aber fix: noch nie wurde so viel darüber nachgedacht, wie es denn sein könnte … so ohne Plastik, so ohne Verpackung einkaufen zu gehen, ohne Müll auszukommen …

In meiner Familie führen die Diskussionen sehr oft zumindest in die Nähe von Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung. Schon länger achten wir zuhause darauf, was in unserem Kühlschrank und in unseren Kästen landet. Regionale, möglichst saisonale Bio-Lebensmittel zu kaufen steht in der Prioritätenliste ganz oben. Mit Blick ins Börserl versteht sich, denn es nehmen bis zu sieben Personen am Mittagstisch Platz. Ein großer Hausgarten zur teilweisen Selbstversorgung und reichlich Platz zur Lagerung der eingemachten Köstlichkeiten sind logische Konsequenz eines solchen Lebensstils. Auch Bio-Mode und Hygieneartikel ohne Erdöl-Abfallprodukte und Mikroplastik oder anderen umweltbelastenden Müll haben Einzug in unser Haus genommen. „Problemstoffe“ wurde, soweit möglich, aus unseren vier Wänden verbannt. Und unsere Kinder haben bestimmt auch ohne die 17. Barbie ein erfülltes Leben. Alles in allem noch sehr ausbaufähig und in ständiger Bearbeitung.

Liest man dann wieder irgendwo von Familien, die Plastikfrei leben oder ganz ohne Müll, fängt das Grübeln wieder von vorne an. Ginge das für uns auch? Wie würde so ein Leben für uns ausschauen? Wo würden wir einkaufen?

Nachhaltigkeit
Ein kleiner Tropfen kann viel verändern.

Das Interessante ist, dass sich bei der geringsten Veränderung eines einzelnen Zahnrades im „System Familie“ alle anderen automatisch mit ändern. Versucht man beispielsweise, sich gesünder zu ernähren, kommt man an biologischen Lebensmitteln nicht vorbei. Dass in weiterer Folge auch noch auf Saisonalität und Regionalität geachtet wird, ergibt sich von selbst. Dazu kommt eine Ersparnis an Verpackungsmaterial, was wiederum die Mülltonne schont. Unterm Strich kann sich das Ergebnis durchaus am Stammtisch sehen lassen.

Entscheidend auf jeder Einkaufsliste, egal ob vegan oder sonst wie, ist die Frage „Brauchen wir das wirklich?“ Kommt ein „… naja, eigentlich …“ in der Antwort vor, dann wäre der Versuch, den Artikel im Regal zu lassen doch ein interessantes Experiment. Denn wer weiß, vielleicht beginnt genau in diesem Moment ein Zahnrädchen anders rum zu laufen und eine spannende neue Reise beginnt.

Eure Barbara

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