Ein neues Jahr im Kräutergarten beginnt

Keine Angst, bis die „richtige“ Arbeit im Kräutergarten beginnt, dauert es noch ein bisschen. Aber es gibt ein paar Dinge, die man jetzt im Winter gut erledigen kann.

Planung für das Kräuterjahr 2017

Bevor es so richtig losgeht ist Planung sehr wichtig. Dabei werden viele Fragen aufgeworfen und beantwortet. Gut ist, wenn man dabei die Familienmitglieder mit einbezieht, da beim Verkosten und Verwenden deren Feedback gefragt ist. Vielleicht lässt sich dadurch auch die Arbeit etwas verteilen und aus dem „Einmann/-frau-Kräutergarten“ wird ein Gemeinschaftsprojekt.

  • Wie ist das vergangene Kräuterjahr für mich gelaufen?
  • Wovon habe ich zu wenig geerntet, wovon zu viel?
  • Mit welchem Kraut konnte ich nicht so viel anfangen? Was mache ich damit?
  • Welche Pflanzen haben sich zu sehr vergrößert und müssen reduziert werden?
  • Gibt es Abnehmer für meinen Überschuss an Pflanzen?
  • Kann ich schon erkennen, welche Pflanzen sich in meinem Kräutergarten nicht besonders wohl fühlen? Was kann ich tun?
  • Welche Kräuter haben es nicht über den Winter geschafft? (Falls schon erkennbar)
  • Wo muss der Boden verbessert werden? Wo muss neue Erde und Dünger nachgegeben werden?
  • Ist mein Saatgut noch verwendbar? Wovon ist noch ausreichend vorhanden?
  • Woher beziehe ich mein Saatgut? Eventuell aktuelle Kataloge anfordern und sichten.
  • Was erwarte ich mir im kommenden Jahr von meinem Kräutergarten?
  • Müssen neue Beete angelegt werden? Kommt eine neue Balkon-/Terrassen-Gestaltung?
  • Welche Geräte sind kaputt und müssen repariert werden? Was fehlt mir noch nur Arbeitserleichterung?
  • Wann finden die ersten Tauschmärkte, Pflanzenmärkte und Saatgutfeste statt? Oft stehen Termine schon früh fest, diese kann man im Kalender vormerken.
  • uvm.

Saatgut

Ich bin Fan von biologischem Saatgut. Es ist frei von Schadstoffen, man kann eigene Samen gewinnen und daraus neue Pflanzen züchten. Auch selbst vermehrende Kräuter haben dadurch bessere Chancen der Natur ihren Lauf zu lassen.

Gute Quellen sind Reinsaat (auch erhältlich in diversen Biomärkten), Arche Noah in Schiltern (Online-Shop und Saatgutmärkte), Rühlemann’s, die Ybbser Kräutergarten und diverse Tauschmärkte und Pflanzenmärkte. Wer eine naturbelassene Blumenwiese möchte wird bei den Voitsauer Wildblumensamen fündig. Natürlich gibt es auch tolle Kräuter-Pflanzen beim heimischen Gärtner. Dieser berät einen persönlich über Standort und Pflege der Pflanzen. Hier bitte nur nachfragen ob die Kräuter schadstofffrei aufgezogen wurden.

In einigen Märkten wird altes Saatgut billiger abverkauft, wer nicht auf 100%ige Keimfähigkeit angewiesen ist kann ruhig diesen älteren Herrschaften eine Chance geben. Saatgut ist kostbar.

Bei der Lagerung von selbst gezogenen Samen ist es wichtig, dass diese ordentlich beschriftet und sortiert in trockener Umgebung gelagert werden. Um die Keimfähigkeit von Relikten aus vergangenen Gartenjahren zu testen kann man eine Keimprobe machen. Dazu wird das Saatgut eingeweicht und in etwas Erde vorgezogen. Wer seinen Lagerbestand sinnvoll reduzieren will, kann sich aus altem Saatgut Keimlinge fürs Butterbrot ziehen.

Werkzeug

Bei Werkzeug ist es wichtig, dieses gut gereinigt und trocken über den Winter einzulagern. Am Besten man kontrolliert einige Zeit vor der ersten Verwendung nochmal, ob die Geräte fit für den Einsatz sind. Mich ärgert es immer wieder, wenn ich top-motiviert im Garten stehe, mit der Schaufel in der Hand und plötzlich verabschiedet sich der Griff… Genervter kann ein Gartenjahr gar nicht beginnen.

Die ersten Schritte

Wie schon erwähnt ist es noch eine lange Zeit bis man die ersten Schritte in den Kräutergarten wagen kann. Bei mir geht mit den ersten wärmeren Sonnentagen die Lust am Garteln los, aber diese Motivation muss ich jedes Jahr bremsen. Die kleinen Lebewesen, die abgestorbene Pflanzenteile als Winterquartier nutzen, müssen ihr Versteck in Ruhe verlassen können und der Boden braucht auch Zeit, bis er für die Bearbeitung bereit ist. Außerdem sind die ersten Sonnenstrahlen zwar ein willkommener Frühlingsbote, meistens bleibt es aber nicht dabei und es wird nochmal kalt. Diese Phase gilt es zu überstehen. Erst dann geht es richtig los!

Ich freue mich schon auf ein tolles Kräuterjahr 2017!

Eure Barbara

Aussaat von Kraeutern
Bei der Aussaat ist die Natur ein fleißiger Gehilfe. Hier ein Löwenzahn beim Samenflug.

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