Im Kräutergarten: Was ist im Sommer zu tun?

Wer einen Kräutergarten sein Eigen nennen darf, hat zwar hoffentlich sehr viel Freude daran aber auch ganz schön viel zu tun. Vor allem im Sommer, wenn die Sonne kräftig scheint und die Kräuter sprießen hat die Arbeit (fast) kein Ende.

Ernten

Sehr viel Zeit verbringe ich im Moment mit Ernten. Die Blüten müssen abgezupft werden, die Blattkräuter werden geschnitten, der Dörrautomat läuft auf Hochtouren.

Den nächste Frühling fest vor Augen werden bereits die ersten Samen geerntet und im Archiv abgelegt. Wichtig dabei ist immer, das Saatgut korrekt zu verpacken und zu beschriften. Ich verwende dazu gerne Teefilter, die gibt es in unterschiedlichen Größen im Supermarkt. In diese fülle ich die getrockneten, gesäuberten Samen ein und beschrifte sie außen mit dem Namen und dem Datum. Es reicht im Grunde der Monat und das Jahr. Dieses Saatgut sollte dann innerhalb der nächsten 1-2 Saisonen verbraucht werden. Es hält oft auch länger, allerdings nimmt die Keimfähigkeit von Jahr zu Jahr ab. Finde ich ein in die Jahre gekommenes Samenpackerl in unserem Lager, probiere ich in einem kleinen Topf aus, ob noch etwas wächst. Wenn ja, kann man die Pflanzen dann bei entsprechender Größe ins Freie setzen.

Jäten & Pflege

Bei aller Liebe zu Beikräutern lässt es sich ab und zu doch nicht vermeiden: das Jäten. Was nicht verspeist werden kann oder wie wild wuchert wird ausgerissen und kommt auf den Kompost. Der nackte Boden wird mit Rasenschnitt gemulcht, dadurch bleibt die Feuchtigkeit besser erhalten und die Erde bleibt schön krümelig. Bodenlebewesen und Pflanzen werden es euch danken.

Kranke Pflanzenteile müssen ebenfalls abgeschnitten werden. Diese dann aber bitte in die Sammelstellen der Gemeinde bringen, da sonst die Krankheit eventuell durch den Kompost übertragen wird. Das betrifft vor allem Pilze.

Auch die permanente Pflege ist wichtig. Das passiert alleine schon dadurch, dass kranke, abgestorbene Pflanzenteile entfernt werden, diese schwächen die Pflanze. Weiters müssen die Schädlinge im Auge behalten werden. Schnecken sind zB ein Dauerthema. In meinem Kräutergarten fühlen sich auch div. Mücken wohl, diese bekämpfe ich erfolgreich mit kleinen Gelbtafeln und Urgesteinsmehl.

Was oft hilft Schädlinge auf natürliche Weise in Zaum zu halten ist eine Mischkultur im Garten. Botenstoffe und Düfte sorgen dafür, dass sich Schädlinge nicht wohl fühlen und Nützlinge angezogen werden. Auch in einem guten Boden haben es Schädlinge schwerer sich niederzulassen.

Bewässerung

Ein leidiges Thema ist die Bewässerung im Garten. Natürlich ist es nicht schön mit anzusehen, wie während einer Hitzeperiode die Pflanzen ihre Köpfe hängen lassen. Andererseits kann ich aus Erfahrung sagen, dass mir Mulchen so manches Gießen erspart. Ab einer bestimmten Gartengröße ist es ökologisch und wirtschaftlich einfach nicht mehr sinnvoll mit dem Gartenschlauch oder gar der Gießkanne auszurücken. Trotz Regensammelbecken wird es unmöglich für permanente Bewässerung zu sorgen. Deshalb gilt: wenigsten in diesen Zeiten „cool“ bleiben und ein schattiges Plätzchen zu suchen.

Balkon und Terrasse

Anders als im Garten darf man auf keinen Fall vergessen seine Balkon- und Terrassentöpfe zu gießen. Da das Erdmaterial und die Nährstoffe begrenzt sind können sie ansonsten recht bald kaputt werden. Auch hier ist eine regelmäßige Ernte notwendig.

meinkraeutergarten 04

 

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