Sammeln von Kräutern

Von April/Mai bis Ende Oktober haben Kräuterliebhaber nur ein Ziel: Kräuter Sammeln was das Zeug hält. Die ersten Frühlingskräuter kommen in den Smoothie oder werden über den Salat gestreut. Im Spätfrühling und in den Sommermonaten, in der Hauptsaison der Kräuterernte, wird abgeschnitten und gepflückt, dass der Dörrautomat ins Schwitzen kommt.

Leben mit Kräutern ist ein wunderschönes Hobby soviel steht fest und auch ein ganz schöner Patzen Arbeit, wenn man es konsequent betreibt. Hier einige Tipps:

Zur Ernte:

  • Nur an ausgewählten Plätzen ernten. Die Stelle sollte unbelastet sein, d. h. der Sammelort sollte weg von Straßen sein und nicht gerade ein Ort, wo viele Tiere ihr Geschäft verrichten. Problematisch sind auch Sammelstellen in der Nähe von Äckern und Obstplantagen, denn hier kommen oft Spritzmittel zum Einsatz.
  • Nur mitnehmen, was man tatsächlich braucht. Das ist besonders wichtig, da man sonst unabsichtlich den Bestand reduziert oder sogar ausrottet.
  • Nur was man eindeutig erkennt verwenden. Lasst alles stehen, was ihr nicht eindeutig identifizieren könnt bzw. wofür ihr keine Verwendung habt. Ein anderer wird sich darüber vielleicht freuen.
  • Es gibt sehr viele Kräuterpädagogen, auch in eurem Umfeld wird sich jemand finden, der euch bei Bedarf über Erkennungsmerkmale und Verwendung aufklären kann.
  • Solltet ihr über einen eigenen Kräutergarten verfügen, dann empfiehlt es sich auch nicht alles abzuernten sondern die eine oder andere Pflanze bis zur Samenreife auswachsen zu lassen. So säen sich die Pflanzen selber wieder aus und man kommt nach und nach in eine Kreislaufwirtschaft. Das tut der Natur gut und die Pflanze sucht sich ihren perfekten Standort selber aus. Ihr könnt auch „Unkräuter“ stehen lassen, manchmal entpuppen sich solche als wahre Schätze, auf die man sonst nicht gekommen wäre.
  • Bei der Ernte von Wurzeln bitte auch nicht den ganzen Wurzelballen ausgraben, sondern nur Teile, damit man die Pflanze nicht ausrottet. Da Wurzeln hauptsächlich im Herbst oder Frühling ausgegraben werden und man die Pflanze leichter in ausgewachsenem Zustand erkennt, empfiehlt es sich die Stelle zu markieren, damit man zum Erntezeitpunkt sicher sein kann, dass man die richtige Wurzel ausgräbt.

Zur Verarbeitung und Aufbewahrung:

  • Das richtige Dörrgerät ist das A und O zum Konservieren von Kräutern. Ich kann den Dörrex von Stöckli empfehlen. In der Ausführung mit den Metallgittern leistet er bei mir gute Dienste. Stapel mit 5 Gittern haben sich bewährt, mehr verlängert die Trocknung.
  • Werden Öle und Tinkturen angesetzt, bitte verwendet nur biologische Rohstoffe. Wäre doch schade, wenn man sich die Mühe macht qualitativ hochwertige Kräuter zu sammeln und für die Weiterverarbeitung auf Öle und Alkohole, die chemisch belastet sind zurückgreift.
  • Aufbewahrt sollten die getrockneten Kräuter in dunklen Gefäßen oder in Papiersäcken werden. Behelfen kann man sich auch indem man Vorratsgläser in Zeitungspapier wickelt, dadurch sind sie „verdunkelt“, beschriften kann man direkt auf dem Zeitungspapier und hübsch ausschauen tut es auch.
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