Die Kamille – Eine Pflanze für die ganze Familie

Eines der ersten Kräuter, welches uns im Frühsommer mit kleinen Blüten erfreut ist die Kamille (Matricaria chamomilla). Das Pflücken ist zwar sehr mühsam, aber es lohnt sich auf alle Fälle. Die Blüten dieser wunderbaren Heilpflanze sind für die ganze Familie verwendbar. Aufpassen müssen nur Allergiker mit Korbblütlerallergie.

Sind die Blüten einmal getrocknet ist das Einsatzgebiet enorm. Ob als Duftpolster bei Darmproblemen von Babys und Kleinkindern, als milder Tee eingesetzt bei Schmerzen im Unterleib oder Verdauungsproblemen oder als schmerzstillender, krampflösender Wickel – die Anwendungsgebiete sind beinahe grenzenlos.

Der Kamille wird nachgesagt schmerzlindernd, beruhigend, magenstärkend, verdauungs- und menstruationsregulierend, entzündungshemmend sowie krampflösend zu sein.

Die Erntezeit der Kamille ist je nach Lage Mai bis August. Ist sie einmal im Garten heimisch geworden, kommt sie jedes Jahr wieder. In der Natur muss man aufpassen, dass der Standort wirklich unbelastet ist. Das eindeutige Erkennungsmerkmal ist der hohle Blütenkopf.

Bei mir im Kräutergarten ist die Kamille bei den Läusen sehr beliebt. Folgende Vorgehensweise hat sich da bewehrt: Bei der ersten Ernte die befallenen Teile großzügig wegschneiden. Beim Pflücken muss man aber trotzdem aufpassen und die Blüten kontrollieren. Ein Blick von unten gibt sofort direkte Aussicht auf diese lästigen Schädlinge. Sollten sie dennoch immer wiederkommen kann man mit einem biologischen Schädlingsbekämpfungsmittel (Schmierseifenlösung) nachhelfen.

Anwendungsbeispiele aus meiner persönlichen Hausapotheke:

  • Kamillenblüten als Duftsackerl oder Duftpolster sind bei Koliken, Verdauungsproblemen und zur abendlichen Beruhigung unserer beiden Töchter nicht mehr wegzudenken. Gemischt mit Kümmel und Anis-Früchten entwickelt sich ein angenehmer Duft. Gibt man noch Dinkelkörner ins Sackerl, kann man es auch wunderbar als warme Kompresse anwenden.
  • Auch als warmer Aufguss in Form eines Tees kann bei Verdauungsproblemen der ganzen Familie geholfen werden.
  • Ein paar Tropfen Kamillen-Tinktur dürfen auch in unsere Ringelblumensalbe nicht fehlen.
  • Das ätherische Öl der Kamille (Kamille fein) kommt in das „Gute Nacht-Öl“ unserer beiden Töchter. Dieses kommt bei der abendliche Fußmassage oder in der Duftlampe zum Einsatz.
  • Bei Zahnungsbeschwerden halfen unseren Kindern Chamomilla-Globuli und kühlendes Kamillen-Gel.

Das sind nur einige Beispiele, die sich in meiner Familie bewährt haben. Sollten die Beschwerden nicht nachlassen, ist der Besuch beim Arzt unbedingt notwendig.

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